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Vom Bauernhof bis in die Tasse

Die Reise unserer Kaffeesorten bei Goodlife

Von Stephanie - 3 June, 2026

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Bei Goodlife Coffee erinnern wir gerne daran, dass Kaffee nicht in einer Rösterei beginnt, sondern auf einer Farm in tropischen Regionen. Zwischen der Blüte der Kaffeepflanze und der finalen Tasse liegen oft 6 bis 12 Monate Arbeit, Entscheidungen, Verkostungen und Transport. Jeder Kaffee, den wir anbieten, ist das Ergebnis einer langen Reise, die wir Schritt für Schritt gemeinsam mit unseren Partnern gestalten.

In diesem Artikel begleiten wir die Reise von drei unserer Kaffees: Chaska (Aprocassi, Peru), Chapina (Conebosque, Guatemala) und Urumuri (Gasharu, Ruanda).

Ernte: der Ausgangspunkt der Reise

Alles beginnt mit der Ernte in hochgelegenen Regionen, in denen Kaffeepflanzen in tropischen Zonen wachsen, oft an steilen und schwer zugänglichen Hängen. Dies ist ein entscheidender Schritt, da er die endgültige Qualität des Kaffees direkt beeinflusst.

In Peru wird Chaska, produziert von der Kooperative Aprocassi, zwischen 1.400 und 1.850 Metern Höhe angebaut. In Guatemala wächst Chapina von der Kooperative Conebosque auf mineralreichen Vulkanböden. In Ruanda stammt Urumuri von der Kooperative Gasharu aus fruchtbaren Hügeln nahe dem Kivusee, wo Höhe und Klima eine langsame und gleichmäßige Reifung der Kirschen fördern.

Die Kaffeeernte erfolgt vollständig von Hand. Die Produzenten gehen mehrmals durch die Felder, um nur die perfekt reifen Kirschen zu pflücken. Im Gegensatz zur mechanischen Ernte erfordert diese Arbeit Präzision, Geduld und Erfahrung: Jede Kirsche wird einzeln ausgewählt, was eine höhere Homogenität und Qualität des Lots ermöglicht.

Die Ernte erstreckt sich oft über mehrere Wochen oder sogar Monate, da nicht alle Kirschen gleichzeitig reifen. Die Produzentenfamilien kehren daher regelmäßig zu denselben Bäumen zurück, um mehrere Pflückdurchgänge durchzuführen. Dieses langsame Tempo ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualität von Spezialitätenkaffee.

Nach der Ernte werden die Kirschen so schnell wie möglich zu den Aufbereitungsstationen gebracht, oft noch am selben Tag oder innerhalb von 24 Stunden, um ihre Frische zu bewahren und unkontrollierte Fermentation zu vermeiden. Hier beginnt die nächste Phase: die Aufbereitung.

Aufbereitung: von der Kirsche zum Rohkaffee

Nach der Ernte werden die Kirschen innerhalb von 24 bis 48 Stunden verarbeitet. In dieser Phase wird aus der Frucht Rohkaffee.

Wichtig ist, dass Chaska und Chapina gewaschene Kaffees sind, während Urumuri ein Naturkaffee ist. Gewaschene Kaffees werden entpulpt, fermentiert und anschließend gewaschen, bevor sie etwa 10 bis 20 Tage langsam auf afrikanischen Trockenbetten getrocknet werden. Bei Urumuri werden die Kirschen als Ganzes getrocknet, was ein fruchtigeres und süßeres Geschmacksprofil erzeugt. Diese Arbeiten finden in den Stationen der Kooperativen Aprocassi, Conebosque und Gasharu statt.

Musterproben: unser erster Kontakt mit dem Kaffee

Bevor der Kaffee sein Ursprungsland verlässt, erhalten wir sorgfältig vorbereitete Musterproben von den Kooperativen. Dies ist unser erster echter Kontakt mit dem Kaffee in seiner zukünftigen Form, noch bevor er physisch in Europa ankommt.

Diese Proben entstehen aus der Ernte-, Fermentations- und Trocknungsarbeit. Sie werden in kleinen Mengen versendet, tragen aber bereits die gesamte Identität des Lots in sich. Wir verkosten sie im Cupping unter standardisierten Bedingungen, um die Kaffees objektiv zu vergleichen.

Dabei versuchen wir, den Kaffee in seiner Gesamtheit zu verstehen: Sauberkeit, Textur, Balance, Säure, Süße und vor allem sein Potenzial. Oft entsteht in diesem Moment die erste Verbindung zu einem Lot: Wir stellen uns bereits vor, wie es geröstet werden könnte und wie es sich in Espresso oder Filter entwickelt.

Das Cupping ist auch ein Moment der Projektion. Wir schmecken nicht nur, was der Kaffee ist, sondern auch, was er nach der Röstung werden kann. Es ist ein Moment des Zuhörens und Interpretierens der Arbeit der Produzenten, in dem jede Tasse bereits einen Teil ihrer zukünftigen Reise erzählt.

Die Musterproben bilden somit eine direkte Verbindung zwischen der Farm und unserer Rösterei: ein erstes stilles Gespräch mit dem Kaffee, das alle unsere Einkaufsentscheidungen leitet.

Export: eine Reise von 4 bis 8 Wochen

Nach der Trocknung wird der Rohkaffee sortiert und in Jutesäcken mit einer GainPro-Innenauskleidung verpackt, um ihn während des Transports zu schützen. Anschließend wird er per Schiff nach Europa verschifft.

Chaska, Chapina und Urumuri folgen jeweils ihren eigenen Routen aus Peru, Guatemala und Ruanda. Der Transport dauert durchschnittlich 4 bis 8 Wochen, während der der Kaffee stabil und geschützt bleibt.

Röstung bei Goodlife Coffee: den Kaffee sichtbar machen

Nach seiner Ankunft in Lausanne wird jeder Kaffee getestet, um sein Röstprofil zu definieren. Wir verkosten ihn als Espresso und Filterkaffee, um den besten Röstgrad zu bestimmen.

Die Röstung wird dann individuell angepasst:
Chaska: mittlere Espresso-Röstung für ein ausgewogenes Verhältnis von Säure und Bitterkeit
Chapina: helle Röstung für Espresso und Filter
Urumuri: helle Röstung für Espresso und Filter

Die Röstung selbst dauert nur wenige Minuten, erfordert jedoch große Präzision, um das volle Potenzial des Kaffees zu entfalten.

Von der Tasse zum Erlebnis

Jeder Kaffee wird anschließend als Espresso, Filter oder mit schonenden Brühmethoden zubereitet und zeigt so unterschiedliche Facetten seiner Reise.

Bei Goodlife Coffee erzählt jede Tasse eine vollständige Geschichte – von der tropischen Farm bis in deine Tasse.


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